Scannereinstellungen zum Kartonmodell scannen

Eigentlich brauch man ein Kartonmodell nicht zu scannen. Man packt den Bausatz aus und legt los mit dem basteln. Doch oft gibt es ein Kartonmodell in einem Maßstab und man möchte alles in einem anderren Maßstab bauen. Dann muss man sich etwas einfallen lassen. Vieleicht möchte man auch Änderungen am Design vornehmen oder zusätzliche Elemente einbringen. Dann kann ein guter Scan eine riesen Hilfe oder sogar die Lösung für dererlei Probleme sein.

Vor einigen Jahren noch hat man sich einen Drucker gekauft und wenn man Ihn unbedingt brauchte auch einen zusätzlichen Scanner. Jetzt bekommt man schon sehr gute Kombigeräte in denen Drucker, Scanner und Copierer vereint sind. Ich nutze im Moment, stellvertretend für viele anderre Marken und Produkte, einen HP Officejet Pro 8616.

Ich möchte für ein Diorama den Kartonbausatz „Fino 3“ scannen der im Maßstab 1/250 vorliegt und diesen Später im Maßstab 1/160 bauen und supern.
Das Kartonmodell Fino 3 ist 2007 im Hamburger Modellbaubogen Verlag erschienen und hatte einen Preis von 10 Euro. Den Bausatz habe ich im Intertaionalen Maritimen Museum Hamburg bei einem Besuch erworben.
Als Beispiel wie ich das mache und welches Ergebniss man beim scanen erhält dient „Forschungsplattform FINO 3, Bogen 7“. Hier sind die Teile eines Hubschraubers zu finden den man auf die Hubschrauberlandeplattform der Forschungsplattform Fino 3 stellen kann. Auf dem Bild sieht man den Bereich oben rechts.

Der Scanner den ich hier nutze kann nur das Format Din A4 scannen, plus etwas rand drum herrum. Von Vorteil wäre es hier wenn man einen A3 Scanner nutzen könnte. Grad bei Bögen die größer als A4 sind ein unschlagbarer Vorteil weil man nicht in mehreren Gängen scanen muss. Ist das dennoch nötigt muss man die einzelnen Bilder zu einem zusammen fügen. Das kann mit unter nicht so einfach sein wenn man den Kartonmodellbogen schon falsch auf den Scanner legt.

Es ist emfehlenswert die Bögen einzeln zu scannen und nicht wie hier komplett. Wenn man den Bogen in seine einzelnen Bestandteile zerlegt ist es um so einfacher die einzelnen Kartonbögen des Bausatzes auf dem Scaner fehlerfrei zu positionieren. Der Kartonbogen sollte so bündig wie möglich an zwei Seiten des Scanners anliegen. Damit erreicht man das man immer gerade Bezugslinien hat. Bei Körpern mit Rechtswinkligen Linien geht die Nacharbeit um so schneller von der Hand und wenn man mehrere Bilder eines Bogens zusammenfügen muss fällt diese Arbeit auch leichter.
Damit sich der Kartonbogen nicht an den Rändern wellt, also vom Scaner absteht, beschwert man die gesammte Fläche gleichmäßig und drückt so jeden Quadratzentimeter fest auf die Scanplatte. Das ist besonders zu demfehlen wenn der Kartonbausatz noch nicht in seine Einzelbögen zerlegt wurde.

Und nun, jetzt wo alles bereit ist kommt oft die Frage der Fragen bei den Scaneinstellungen bei den Kartonmodellbauern: „Was muss ich einstellen? Was ist am besten? Wie speicher ich den Scan?“.
Ich verbinde meinen Scanner am liebsten per W-LAN mit dem Rechner. Keine Kabellage und ich kann mit dem Laptop auch bequem vom Sofa aus scanen wenn das Gerät im Arbeitszimmer ist. Und damit das auch geht wird erstmal die Verbindung gprüft u HP Druckassistenten. Hier  Ist aber nicht nur der Druckerbereich zu bearbeiten sondern eben alle Einstellungen die das Gerät betreffen. Also auch Scannen, Faxen und was sonst noch so alles geht.

Im Menü wählt man „Dokument oder Foto scannen – Dialogfenster Scannen öffnen“

Es erscheit ein neues Fenster mit einigen Einstellmöglichkeiten für den Scanner:
Für einen schnellen Scan reicht es wenn man hier seine Einstellungen vornimmt. Möchte man aber mehrere Kartonbögen einscannen emfiehlt es ich die Einstellungen als Verknüpfung dauerhaft zu speichern.

Für einen schnellen Scan würde ich nutzen:

Scanformat: Gesamter Scanbereich
Ausgabetyp: Farbe
Auflösung: 300dpi
Objekttyp: Foto
Ziel: dort wo das Bild gespeichert werden soll einstellen
Quelle: Immer vom Glas aus scannen

Wer öfters mal schnell etwas scanen möchte ohne jedes mal die Einstellungen neu anzulegen und zu überlegen: „Wie war das denn noch gleich mit den guten Einstellungen vom letzten mal???“ dem emfehle ich die Einstellwerte für Kartonmodelle zu speichern. Möchte man sie dann nutzen, einfach wieder den Scanner aufrufen und mit den besten Einstellungen den Krtonmodellbogen scanen.

Dazu klickt man auf „Neue Verknüpfung erstellen…“ und es erscheint ein neues Fenster „Neue Verknüpfung erstellen – Namen für die neue Verknüpfung eingeben“. Hier kann man nun eingeben was man möchte. Als Beispiel soll hier nun „Kartonmodelle“ her halten. Man kann auch verschiedene Einstellungen zu verschiedenen Modellen oder Anwendungen unter unterschiedlichen Namen speichern. „Schiffmodelle 1/250“, „Schiffmodelle 1/100“, „Kartonmodell Fino 3 1/250“ beispielsweise.

Nun kommen wir zu den eigentlichen Einstellungen die man nun fest hinterlegen kann.

„Scannformat: Gesamter Scanbereich“
Dabei wird alles was der Scaner scanen kann eingelesen. Selbst wenn man nur einen kleinen Bereich nutzen möchte kann man den später mit einer Bildbearbeitungssoftware einfach freischneiden.

„Ausgabetyp: Farbe“
Da im Kartonmodellbereich wohl außschließlich mit Farbigen Modellen gearbeitet wird stellt man farbig ein.

„Auflösung: 300dpi“
Was das genau bedeutet ist hier ersteinmal egal. Man kann sich für weniger entscheiden wodurch sich oft Qualitätseinbußen ergeben. Nutzt man mehr bläst es die Dateigrößen sinnfrei auf. Wobei ich hier keine Pauschalisierung vornehmen werde da es sicherlich Fälle gibt bei denen eine höhere dpi-Einstellung sinnvoll ist.

Haken bei „Scanvorschau anzeigen“
Dann sieht man auch was auf dem Scaner liegt. Grad bei vielen Bögen kommt man vieleicht mal durcheinander und weis nicht ob man den Bogen nun schon gescant hat oder nicht. Sehr praktisch ist die Option auch wenn man große Bögen in mehreren Durchgängen scanen muss. So kann man schn vorab prüfen ob sich Bereiche überschneiden damit man später die Bögen in der Bildbearbeitungssoftware wieder besser zusammenfügen kann.

Haken bei „Für Bildqualität optimieren

Die Regler bei „Heller/Dunkler“ lasse ich ungenutzt bei „0“ stehen. Sollte ich Änderungen an der Farbe vornehmen wollen wird das später in der Bildbearbeitungssoftware bei dem Kartonmodellbogen gemacht.

Objekttyp „Foto“
Kein Haken bei „Automatisch zuschneiden“

Nun klickt man einen Raiter weiter auf „Datei“
Dort kann man das Dateiformat wählen in das der Scan gespeichert werden soll.
Bei der Auflösung (dpi) und Bildgröße kann man getrost .jpeg nehmen. Andere Bildformate versprechen (und halten) zwar noch bessere Bildqualität aber kommt das bei Kartonmodellbögen nicht zu tragen. Weiterer vorteil von .jpeg Dateien ist wenn sie gespeichert sind kann man sie einfac im Dateibrowser betrachten was bei anderen Bildformaten oft problematisch oder unmöglich ist. So kann man spter viel schneller selektrieren.

Hat man die sich nun für das Dateiformat entschieden stellt man bei „Dateigröße/Qualität“ noch den Regler ganz nach rechts auf „Optimale Qualität“. Da wir die Dateien nicht im Internet nutzen werden und auch die aktuellen Computer über enorm große Festplattenkapazität verfügen muss man nicht auf die Dateigröße achten.

Letzter Raiter in den Einstellungen ist „Ziel“ den es gilt zu bearbeiten.
Hier sucht man sich nun seinen Speicherort an dem die gescante Datei des Kartonmodelles gespeichert werden soll. Persönlich nutze ich einen Ordner in dem ich alle Scans einlese. Wenn ich fertig bin speicher ich die Datein in einen seperten Projektordner.

Fertig, damit hat man nun die Möglichkeit mit einem Klick immer die besten Einstellungen zum scanen von Kartonmodellbögen zu haben und muss sich nichts mehr merken. Ein klick auf „Scannen“ und es geht los.

Nun läuft der Scaner einmal durch und scant den Karton einmal ab.

Wenn der Lesekopf einmal durchgelaufen ist sieht man das Ergebnis auf dem Bildschirm.
Jetzt muss man nur noch „Speichern“ drücken und das Bild landet auf der Festplatte. Eine Sinnvolle Dateibenennung ist aber Voraussetzung um mit den Dateien später schnell umgehen zu können.
Bei Din A4 Bögen auf denen die Bögen gekennzeichnet sind nutzt man einfach diese als Dateinamen. Im Falle des Beispieles der Forschungsplattform FINO 3 steht auf den Seiten jeweils „Bogen 1“ – „Bogen 2“ – „Bogen 3“ und so weiter.

Habe ich einen Kartonbogen der größer als DIN A4 ist muss ich ein und den selben Bogen zwei oder vier mal scanen um alle Bereiche im Rechner zu haben. Dann benenne ich die Dateien „Bogen 1-A“, „Bogen 1-B“, „Bogen 1-C“, „Bogen 1-D“ und füge sie später mit einem Bildbearbeitsprogramm zu einer Datei zusammen. In dem Falle wäre das dann „Bogen 1“

Ist der Spechervorgang abgeschlossen öffnet sich, wie voreingestellt, die Datei im Browser und kann sich das Ergebniss ansehen. Betrachtet man jetzt den Bildausschnitt des Beispielhubschraubers stellt man fest, je nachdem wie groß der Monitor ist das man ein Ergebniss ähnlich die das Original auf dem Bogen erhält.
Tatsächlich ist die Bilddatei aber viel Größer. Mit einem rechtsklick auf der Maus erscheint ein Menü und dort findet man „Tatsächlliche Größe azeigen“.

Scheibt man das Bild in den Bereich des Hubschraubers wird man erfreut sein wie gut und groß die Qualität ist.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten zu guten Scanergebnisen von Kartonmodellen zu kommen. Die Hersteller unterschiedlichster Geräte stellen eine Vielzahl von Software zur Verfügung in der man sich individuell einarbeiten muss. Wie ich mit den Ergebnissen weiter arbeite zeige ich demnächst.
Wie ich schon schrieb möchte ich das 1/250 Modell im Maßstab 1/160 bauen. Dafür möchte ich die Scandateien scalieren und sie Maßstabsgerecht ausdrucken zum weiter verarbeiten.

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.